Marl

Kurzporträt der Stadt Marl
Zur Struktur der Stadt Marl

Am Nordrand des Ruhrgebietes im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen gelegen, ist Marl damit eine große kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster.

Am 31.12.2010 hatte Marl 87.557 Einwohner

Marl  unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet
Der größte Arbeitgeber in Marl ist das führende Chemie-Unternehmen EVONIK.  EVONIK beschäftigt ca. 12.000 Mitarbeiter am Standort Marl und ist aus der ehemaligen „Degussa“ (Deutsche Gold- und  Silberscheideanstalt) bzw. der „Chemische Werke Hüls AG“ hervorgegangen, die  1938 aus der Fusion der IG-Farben und der Bergwerksgenossenschaft Hibernia, der Tochter der damals staatlichen  VEBA AG) gegründet worden ist..  Der heutige „Chemiepark Marl“ ist  neben seiner Funktion als Wirtschaftsstandort ein „lebendiger"  Ankerpunkt  auf der „Route der Industriekultur" und öffnet zeitweilig seine Tore für interessierte Besucher.

Die RAG (Ruhrkohle AG - ehemals Deutsche Steinkohle) bewirtschaftete bis zur Schließung der Schachtanlage am 31.12.2015 mit  dem leistungsfähigen Bergwerk „Auguste Victoria“ (gegründet 1898) mit 3.929 Mitarbeitern eine Kohleförderung von 3,1 Mio t jährlich. Bis 1972 gab es in Marl noch die Zeche „Brassert“. Auf dem ehemaligen Zechengelände Brassert wurde inzwischen ein Gewerbegebiet angesiedelt.
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Marl  unter kulturellen Aspekten betrachtet
Zwei bedeutende kulturelle Einrichtungen der Stadt Marl sind das Skulpturenmuseum „Glaskasten“ und das Theater Marl, welches als Veranstaltungsraum für Konzerte, Tourneetheaterinszenierungen und andere städtische Ereignisse fungiert.
Einen besonderen kulturellen Höhepunkt bildet die jährliche Verleihung des herausragende Fernsehproduktionen prämierenden „Adolf-Grimme-Preises“, bei der Marl zum Treffpunkt von  Stars und Prominenten des Fernsehens avanciert. Das in Marl beheimatete Adolf-Grimme-Institut und das Europäische Zentrum für Medienkompetenz repräsentieren zwei  erfolgreiche deutsche Medieninstitute und gelten somit als bekannte  Adressen für Medienexperten aus dem In- und Ausland.

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Adolf Grimme Preis - Trophäe  

Marl unter musikalischen Aspekten betrachtet
Die „Philharmonia Hungarica“ war ein über mehrere Jahrzehnte in Marl beheimatetes Orchester ungarischer Musiker, das als ein „Kind des Kalten Krieges“ 1956 durch im Zuge des Ungarnaufstands geflohene Spitzenmusikern, im Hotel Esplanade in Baden bei Wien gegründet worden war. Schon bald wurde der Sitz des Orchesters nach Deutschland verlegt, und es fand  in Marl eine neue Heimat. Im Laufe der Jahre entwickelte es sich  zu einem der angesehensten Orchester Europas. Im Jahre 2004 wurde das Orchester aufgelöst, da öffentliche Förderungen eingestellt wurden. Bedeutende Gastdirigenten waren: Lord Yehudi Menuhin, Justus Frantz, George Albrecht und Daniel Lipton. Lord Yehudi Menuhin fühlte sich der Philharmonia Hungarica so sehr verbunden, dass er häufig in Marl weilte. Es gibt  in Marl ein „Menuhin-Haus“, in dem junge Musikstudenten aus aller Welt kostenlos wohnen und Stipendienaufenthalte u. a. bei der Neuen Philharmonie, Recklinghausen, absolvieren können.

 
Marl unter sportlichen Aspekten betrachtet
Freizeitsportler schätzen das Waldgebiet der „Haard“ in unmittelbarer Nähe  zur Stadt. Dieses weitläufige Waldgebiet bietet optimale Voraussetzungen zum Wandern und Reiten, für Nordic Walking oder Mountainbiking. Die insgesamt  über 70 Sportvereine Marls haben nahezu alle Sportarten im Angebot, von Fußball und Rollhockey über Bogenschießen, Ballonfahren, Fallschirmspringen bis hin zum Inline-Skaten.


Städtepartnerschaftlich ist Marl verbunden mit:04aa1057d7
Bitterfeld-Wolfen, Sachsen-Anhalt (seit 1990)
Creil (seit 1975)-Pendle (seit 1994), Frankreich/Großbritannien (seit 1995 gemeinsam)
Herzila, Israel (seit 1982)
Kusadasi, Türkei (seit 1999)
Zalaegerszeg, Ungarn (seit 1993)
Kooperation mit Changhzi, China (seit 1993)