Presse

 

 

Marler Zeitung vom 23.10.2012

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"Marler Zeitung" vom 08.08.2012
Knappen zeigen Flagge
Delegationen aus Marl und Westerholt besuchen Bitterfeld
Marl/Bitterfeld
Mit dem Spruchband „Das Ruhrgebiet grüßt Sachsen-Anhalt“ nahmen Knappen aus Marl und Westerholt mit dem Partnerschaftsverein Marl-Bitterfeld am Festumzug in Dessau teil. Neben den Knappen aus Dessaus Partnerstadt Ibbenbüren zeigen nur noch die Knappen aus Marl und Westerholt beim Sachsen-Anhalt-Tag Flagge. Mit großer Begeisterung wurden sie beim Festumzug begrüßt. Besichtigungen in Bitterfeld-Wolfen und in Zerbst, der Heimat Katharina der Großen, rundeten den Besuch ab.
Bei der Feier mit den Bitterfelder Freunden versprach der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Manfred Degen, Oberbürgermeisterin Petra Wust und Bitterfelds Ortsbürgermeister, Dr. Joachim Gülland, im nächsten Jahr wieder am Bitterfelder Hafenfest teilzunehmen.
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Mitteldeutsche Zeitung 24.06.2012 (ULF ROSTALSKY)
Bitterfeld in maritimer Robe

BITTERFELD/MZ. Spiegelglatter See. Ein Böllerschuss. Piraten, die in ihrem Lager tanzen. Die Vineta legt ab zur neuen Runde und passiert eine Handvoll kleiner Boote, die im Hafenareal schippern. Bitterfeld hat sich sein maritimes Kleid angelegt. Die Robe passt. Tausende Besucher strömten zum Hafenfest an die Goitzsche. Die Drei-Tage-Party erlebte am Wochenende ihre siebente Auflage.
"Wir sind zufrieden", sagen die Bitterfeld-Wolfener Oberbürgermeisterin Petra Wust (parteilos) und Gabriela Schulze vom Organisationsteam. Die erste Untiefe hatte die Veranstaltercrew zu diesem Zeitpunkt bereits hinter sich gelassen. Der Fußball machte den Gastgebern am Freitag zu schaffen. Jogis Jungs statt Hafenparty. "Wir haben aber rechtzeitig reagiert", erzählt Gabriela Schulze. City um Frontmann Toni Krahl trat eine halbe Stunde später als geplant auf. Im Siegestaumel rockten die Bitterfelder mit City "Am Fenster", sangen "Casablanca". Das Hafenfest ist eine Party für die ganze Familie und lebt vor allen Dingen von seinem bunten Mix. Die Altrocker von City bilden den Kontrast zu Schlagersternchen Rosanna Rocci. Auf den Bühnen gibt es karibische Klänge mit den Trommelkids, die Westernhagen-Show und typisch Maritimes. Der Shanty-Chor aus Berlin gab sich die Ehre. "Es passt doch alles." Für Heike und Werner Hebestreit ist das Fest am Wasser ein Muss. Dass Bitterfeld eine Stadt am See mit Hafen geworden ist, begeistert das Paar noch immer. "Daran hätte doch vor 20 Jahren niemand gedacht." Bitterfeld ist in seine neue Rolle herein gewachsen. Das Hafenfest hat nicht zuletzt unter Händlern einen guten Namen. Auch Richard Förster hat es an die Goitzsche verschlagen. In Görlitz zu Hause, lebt er zwei Vorlieben aus. Er ist Studiomusiker und schlüpft zum Ausgleich in die Rolle eines Schmieds. Glückshufeisen fertigt er im Piratenlager, während Ehefrau Eva Glaskunst präsentiert. Gleich nebenan hat Jiri Bartok alles im Angebot, was mit Honig zu tun hat: Kerzen und Met.

Das Goitzscheufer ist zur Flaniermeile geworden. Angeboten wird alles, was das Herz begehrt. Gerstensaft aus Bitterfeld, dazu T-Shirts, Hüte und natürlich Gaumenfreuden. Informationen rund um Bitterfeld hat Goitzschetoffel Peter Dürrschmidt in seiner Kiepe. Das Goitzsche-Original agiert in Nachbarschaft von Feen und Fabelwesen. Madeleine sitzt derweil am Stand des Bitterfelder Kunstvereins Kreativ und malt. "Die Steine kommen besonders gut an", schätzt die Vorsitzende Emilie Meißner ein. Mit Phantasie und Geschick verwandeln sich Steine in Eulen oder Matrjoschkas.

Kontrastprogramm wenige Stunden später. Das Feuerwerk steht an. Fontänen steigen auf und spiegeln sich im Wasser. Das Fest hat seinen Höhepunkt erreicht. 


Mitteldeutsche Zeitung 24.06.2012
Hand in Hand / Erinnerung an die Flut
BITTERFELD/MZ. August 2002. Die Wassermassen wälzen sich aus Richtung Tschechien auf den Landkreis zu. Die Pegel steigen. Land unter herrscht in Jeßnitz und Raguhn. Deiche brechen, die Goitzsche läuft voll. Hand und Hand stemmen sich die Menschen gegen das Wasser. Genau dort, wo jetzt das Bitterfelder Hafenfest gefeiert wird. Zusammen mit Mitgliedern der Bitterfeld-Wolfener Wasserwehr erinnert Oberbürgermeisterin Petra Wust an Flut und Evakuierung. Demonstriert wird der richtige Einsatz von Sandsäcken. Bilder flimmern über die Leinwand. Wasser. Überall Wasser. Die Ereignisse aus dem Sommer 2002 sind gegenwärtig.
200 Erinnerungskarten mit Motiven der Jahrhundertflut hat die Stadtverwaltung drucken lassen. Verteilt werden sie an die Besucher des Hafenfestes - zur Erinnerung und keinesfalls zur Panikmache.