Presse

"MZ" vom 05.10.2014
Junge Marler geben neue Impulse
MARL Sie wollen sich für bestehende und geplante Partnerschaften mit europäischen Städten einsetzen. Darum haben Marler Jugendliche jetzt die Gruppe "Bonds Beyond Borders" gegründet.

 

984892 m3w624h416q75v37436 210 0008 894094 MZL Freundschaftsabend 2Acht junge Leute beleben die Arbeit der Partnerschaftsvereine mit neuen Impulsen (v.l.:) Tim Bartsch, Laura Kesore, Finn Bee, Rabea Effelsberg, Theresa Heimes, Kai Guillaume, Florian Soßna und Isabella Leis. Foto: Jürgen Wolter
Unter dem Motto "Kultur kennt keine Grenzen" waren im Rathaus am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit wie in jedem Jahr die Vertreter der Marler Städtepartnerschaftsvereine und die Offiziellen der Partnerstädte zusammen gekommen. Erstmals mit dabei: Anatolii Prorokow, Bürgermeister der russischen Stadt Nowomoskowsk, zu der Marl freundschaftliche Kontakte aufbauen möchte.

Mit Blick auf die Ukrainekrise betonte Generalkonsul Wladimir Pjatin die Bedeutung kultureller Begegnungen in der Völkerverständigung.
Auch Bürgermeister Werner Arndt hob die Notwendigkeit des interkulturellen Dialogs hervor: "Wir brauchen den Dialog für politische Lösungen und keine militärischen Antworten. Wir müssen den Frieden lehren, nicht den Krieg!", sagte Arndt im Marler Rathaus. "Unsere Städtepartnerschaften helfen dabei, weil sie Menschen zusammenbringen, die miteinander reden, voneinander lernen, einander vertrauen und gemeinsam handeln."
Genau das wollen auch Marler Jugendliche tun, die sich beim letzten internationalen Jugendtreffen in Polen zusammengefunden haben.
Unter dem Namen „Bonds Beyond Borders“ haben sie sich vorgenommen, neue Kontakte zu knüpfen und junge Leute in den Partnerstädten für neue Aktivitäten zu gewinnen. Als erstes ist ein Besuch beim „Walking Festival“ in der britischen Partnerstadt Pendle geplant.Die Initiative zur Gründung der Gruppe ging von den Jugendlichen aus.
______________________________________________________________________________

„MZ“ vom 29.03.2014
Jugendprojekt: Die Nr. 1 in Deutschland
Marl gewinnt Preis für das beste Jugendprojekt
Robert Klose
Marl. Internationale Jugendtreffen gibt es an vielen Orten. Eines wie im August 2013 in Marl ist in ganz Deutschland ohne Beispiel – sagt Anna Noddeland, Leiterin des Instituts für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ). Dafür bekommen die Marler einen Preis. Das Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (PIZ) zeichnet Marl für die beste Aktion bundesweit mit seinem Preis aus.
Das IPZ ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Fürth, der im Auftrag der Bundesregierung und der Europäischen Union den internationalen Austausch mit Projekten fördert. Seit 20 Jahren vergibt das IPZ seinen Partnerschaftspreis alljährlich an Kommunen, die sich in herausragender Weise für die internationale Verständigung engagieren.
Aus der Vielzahl der Projekte in der ganzen Republik stach das Marler Jugendprojekt in vielerlei Hinsicht heraus, erläutert die Leiterin. 63 Jugendliche aus 17 Städten bzw. 13 Ländern, das ist für die Hürther Fachleute ungewöhnlich.
„Mit der Jugend die Welt bewegen“ war der Titel der viel beachteten Aktion. Acht Tage dauerte das Treffen. Es handelte sich um das dritte Camp einer internationalen Reihe. Sie wird fortgesetzt. Nächste Station ist im August dieses Jahres die Stadt Krosno in Polen. Mit ihr unterhält die Stadt keine formelle Partnerschaft, aber eine enge Freundschaft. Die Stadt will demnächst 16- bis 18-jährige Marler aufrufen, sich für eine Teilnahme zu bewerben.
Anna Noddeland erinnert sich an die denkwürdigen Tage in Marl: „Ich war selbst da und habe miterlebt, wie die Jugendlichen nicht nur Spaß hatten, sondern sich eingehend mit Punkten wie dem Leben in anderen EU-Ländern auseinandergesetzt haben.“
Noddeland überreichte mit weiteren Vertreterinnen des IPZ den Preis an Bürgermeister Arndt.

869342 1 210 0008 843927 MZL IPZPreis002

Die Preisübergabe: Vertreterinnen des IPZ zeichneten die Stadt mit ihrem Jahrespreis aus. Im Bild (v.l.) Rike Kues und Gisela Huber (Praktikantinnen des Instituts), IPZ-Leiterin Anna Noddeland, Bürgermeister Werner Arndt und Jennifer Radscheid als städtische Integrationsbeauftragte (Foto: Klose)