Presse


„MZ“ (-gge) 15.06.2013
In einem Schreiben an Bürgermeister Werner Arndt hat sich die Bürgermeisterin von Bitterfeld, Petra Wust, im Namen der Bürger bei den Bürgerinnen und Bürgern Marls für die Hilfsbereitschaft und die vielen Zeichen der Solidarität mit der Partnerstadt bedankt.
Zum Glück sei Bitterfeld anders als vor zehn Jahren bei diesem Hochwasser mit einem blauen Auge davon gekommen. Arndt las den Brief in der Ratssitzung vor und beantwortete auch die Frage vieler Bürger, warum die Marler Ortsgruppen von THW und DLRG nicht in der Partnerstadt, sondern in Magdeburg geholfen hätten. Die Einsätze würden nicht auf Zuruf der Bürgermeister, sondern zentral koordiniert. In Magdeburg wurde die Hilfe der Marler  dringender gebraucht.


„Mitteldeutsche Zeitung“ vom 15.06.2013
Ab sofort können in drei Kommunen Soforthilfen beantragt werden.
bitterfeld/raguhn/MZ/lga.  
Soforthilfen können vom Hochwasser Betroffene ab Donnerstag bei der Stadt Bitterfeld-Wolfen beantragen. Geschädigte Privatpersonen können 400 Euro bekommen, für jedes Kind sind 250 Euro möglich. Im Bitterfelder Rathaus stehen ab acht Uhr mindestens drei Mitarbeiter bereit. Das Geld soll bar ausgezahlt werden - je nach Kapazität der finanziellen Mittel. Andernfalls bekommen Antragsteller das Geld auf ihr Konto gezahlt.
Hilfe bekommt, wer durch Oberflächenwasser, Wasser aus der Kanalisation oder durch Grundwasseranstieg infolge des Hochwassers betroffen ist. Es können nur Schäden im genutzten Wohnbereich geltend gemacht werden. Innerhalb eines Monats müssen Nachweise erbracht werden. Der Antrag kann bis zum 15. Juli gestellt werden. Dabei erklärt der Antragsteller auch sein Einverständnis, dass die Angaben überprüft werden.
Besteht Versicherungsschutz, wird die Hilfe als Darlehen gewährt - es muss nach Auszahlung der Versicherung zurück gezahlt werden. Wer ohne Versicherung ist, aber nachgewiesenermaßen geschädigt, muss kein Geld zurückzahlen.
Seit Mittwoch sind auch in Raguhn-Jeßnitz Hilfen möglich. Dort wird von vornherein kein Bargeld ausgezahlt. Die Hilfe können Betroffene in den Rathäusern Raguhn und Jeßnitz während der Sprechzeiten beantragen. In der Gemeinde Muldestausee sind Anträge in der Gemeindeverwaltung möglich.
Gewerbetreibende mussten sich Mittwoch gedulden. Bis zum Mittwoch war die Höhe der Soforthilfen noch nicht klar. Die Industrie- und Handelskammer Halle geht davon aus, dass mit dem Flutgipfel mehr Klarheit bestehen wird.
Die IHK hat zum Thema eine Hotline geschaltet: 0345/212 64 24. Nähere Informationen zur Soforthilfe unter www.sachsen-anhalt.de.