Stadtgeschichte Bitterfeld

 Wolfen

Wolfen ist ein Stadtteil von Bitterfeld-Wolfen im Südosten von Sachsen-Anhalt, südlich von Dessau-Roßlau und nordöstlich von Halle (Saale) gelegen. Bis zum 30. Juni 2007 war Wolfen eine eigenständige Stadt.

Historie Wolfen

1400 erste Erwähnung von Wolfen Hans von Repchow wird als Erb-, Lehns- und Gerichtsherr von Wulffen genannt.
1419 bis 1436 Husittenkrieg
Ganze Elb- und Muldedörfer wurden zerstört, als sich die Brüder Herzog Wilhelm und Kurfürst Friedrich von Sachsen bekriegten.
Auch unsere Gegend wurde in dieser Zeit arg mitgenommen, und Städte und Dörfer zugrunde gerichtet.
In diese Zeit fällt sehr wahrscheinlich der Untergang der Dörfer Eckeln, Gräfendorf, Hungersdorf, Kolpin, Kronendorf, Odeley, Pedel, Ramsin und Stakendorf, von welchen Ramsin, Stakendorf, Wolfen und Zschepkau um 1555 wieder aufgebaut wurden.
25.5.1450
Herzog Friedrich belehnt den anhaltischen Kanzler Hans Buchner mit dem "wusten dorf Wulffen und der Kalden Rugke vor dem Steinfurde, was er Otto Kollern abgekauft hat."
Das kursächsiche Wolfen und das anhaltische Steinfurt werden vereinigt.
25.6.1471
Das Amt Bitterfeld wird an den Grafen von Mansfeld verkauft,
dazu gehört auch Wolfen.

Bis um 1700 wird Wolfen mehrmals vererbt, verkauft und immer wieder neu belehnt.

1550
Kurfürst August von Sachsen vererbt die wüste Dorfmark Wolfen an 20 "Mannen" mit der Erlaubnis Hofstätten zu gründen.

1597 Bau der ersten Kirche
1618 bis 1648 Der Dreißigjährige Krieg
1631 Tillys Truppen ziehen durch Wolfen.
1637 Die Schweden plündern Wolfen.
1710 Gasthof Steinfurt wird errichtet
1727 Das erste Schulhaus wird gebaut.
1744 Das Steinfurter Zollhaus wird gebaut
1793 Bau der B184
1806 Kurfürst Friedrich August III. erhält von Napoleon die Königswürde. Wolfen wird königlich-sächsisch.
1815 Nach dem Krieg von 1813 fällt durch Beschluss des Wiener Kongresses die nördliche Hälfte von Sachsen an Preußen. Wolfen wird preußisch
1816 Auf dem Dorfplatz wird ein neues Schulhaus errichtet.
1846 Die Brüder Birkner finden Braunkohle.
Es entsteht die Grube Johannes, die heute als "Silbersee" zum ökologischen Wallfahrtsort wurde.
1857 Bau der neuen Bahnstrecke Dessau - Bitterfeld
Wolfen erhällt keine Haltestelle.
1861 Die Grube Greppin östlich der Straße Wolfen - Holzweißig wird eröffnet.
1863 beginnen die Greppiner Werke mit der Ziegelproduktion. Hauptaugenmerk wird auf die Produktion von Verbundsteinen und Terrakotten gelegt. Mit diesen Steinen wurden in Berlin das Rote Rathaus sowie der Anhalter Bahnhof, in Rom der Bahnhof und in Paris der Nordbahnhof gebaut.
1869 In der Leipziger Straße wird eine Schule gebaut.
1871 Greppiner Werke AG für Baubedarf und Braunkohle Die Grube Johannes und und Greppin sowie die ständig erweiterte Ziegelei werden in eine AG mit Sitz in Berlin umgewandelt.
1880 Die Greppiner Werke errichten eine mehrpressige Brikettfabrik.
1.9.1887 Die Eisenbahnhaltestelle "Greppin" wird am Südausgang des Dorfes eingeweiht
1895 Mit dem Bau der Farbenfabrik Agfa hält die Chemie ihren Einzug in Wolfen.
6.10.1898 Die evangelische Kirche wird eingeweiht.
1909 Baubeginn der Filmfabrik.
1910 Die ersten Produktionsanlagen von Kinefilm werden in Betrieb genommen.
1910 Wolfen erhält ein Gaswerk und Straßenbeleuchtung mit Gaslaternen.
1911 Wolfen erhält elektrische Stromversorgung.
1914 Wolfen erhält Wasserleitung.
1915 Haltestelle "Greppiner Werke" wird Bahnhof Wolfen.
1916 Das Ledigenwohnheim in der heutigen Robert Koch Straße wird zum Krankenhaus umgebaut.
1923 In der Thalheimer Straße wird die Eigenheimsiedlung "Eigenheim" gebaut.
1926 Gründung der freiwilligen Feuerwehr.
1926 Wolfen wird kanalisiert.
1927 Das Theater der Filmfabrik wird gebaut.
1929 Ein viertes Schulhaus wird übergeben.
1934 Der Dorfplatz wird zum Marktplatz ausgebaut. Die Leipziger Straße wird ausgebaut. Am Friedhof entsteht eine Siedlung mit 40 Häusern.
1934 Die Siedlung Bobbau-Steinfurt entsteht.
1941 Uraufführung des 1. abendfüllenden, auf Agfacolor gedrehten Spielfilm mit der legendären Marika Rökk, "Frauen sind doch bessere Diplomaten".
1944 Die katholische Kirche wird eingeweiht.
14.4.1945 Vortrupps der 1. US-Armee erreichen Wolfen, Sandersdorf und Thalheim.
30.6.1945 Abzug der amerikanischen Besatzungsmacht
1.7.1945 Besetzung durch sowjetische Truppen.
1951 In der Windmühlenstraße wird eine erweiterte Oberschule gebaut.
1952 Die Farbenfabrik Wolfen, bisher Sowjetische Aktiengesellschaft, wird volkseigen.
1954 Arbeiter-Wohnungsbaugenossenschaft wird gegründet. Der großflächige Wohnungsbau beginnt zunächst im Krondorfer Gebiet.
1958 Wolfen erhält das Recht, die Bezeichnung "Stadt Wolfen" zu führen.
7.10.1958 Wolfen darf sich "Stadt Wolfen" nennen.
15.6.1960 Grundsteinlegung von Wolfen Nord.
1961 Steinfurt wird von Jessnitz nach Wolfen eingemeindet.
1969 Naherholungszentrum "Fuhneaue" wird eingeweiht.
9.1991 Gründung der "Stadtwerke Wolfen".
5.1993 Reuden an der Fuhne wird Ortsteil von Wolfen.
30.07.2007 Eingemeindung Bitterfeld