Stadtgeschichte Bitterfeld

89px-Wappen BitterfeldDas Stadtwappen der Stadt Bitterfeld
Das Wappen wurde am 14. Februar 2000 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt und im Landeshauptarchiv Magdeburg unter der Wappenrollennummer 4/2000 registriert. Blasonierung „In Silber auf gewölbtem grünen Schildgrund ein roter Rundturm mit grünem, rot bekreuztem Spitzdach und offenem Rundbogenfenster über offenem Rundbogentor; der Turm beseitet von je einem schwebenden Dreieckschild, rechts: neunmal von Schwarz über Gold geteilt, schrägrechts belegt mit einem grünen Rautenkranz (Sachsen), links: in Silber drei (2:1) rote Seeblätter (Grafen von Brehna)“. Das Wappen wurde vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch neu gestaltet.


wappen bitterfeld-wolfen

Das Stadtwappen der Stadt Bitterfeld-Wolfen

Das Schild wurde geviert über einem Schildfuß. Dadurch enstanden 5 Felder für 5 Kommunen.
Schildfuß: Der Bergbau ist die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Das
Symbol dafür sind die Bergeisen.

Feld 1: Die chemische Industrie hat die Region geprägt. Der rote Chemiekolben stammt wie die

Bergeisen aus dem Wolfener Wappen.

 Feld 2: Die Solarindustrie hat große Zukunft - die Sonne steht symbolisch für Wärme, Leben und Wachstum sowie für eine moderne Technologie. Die gemeine Figur ist dem Thalheimer Wappen entnommen.

 Feld 3: Bis zum Beginn des Bergbaus waren alle 5 Orte landwirtschaftlich geprägt - die
5 Getreideährenstehen ebenso für die 5 Orte wie auch für allgemeines natürliches Wachstum.

 Feld 4: Die drei roten Seeblätter auf silbernem Feld stehen für den heraldisch-historischen Bezug
zur regionalen Wappengeschichte. Die Seeblätter sind dem Bitterfelder und dem Greppiner, die Getreideähren dem Thalheimer und Wolfener Wappen entnommen. Tingierung: Da die Seeblätter immer in Rot auf Silber (Weiß) dargestellt werden, ergibt sich die Tingierung der Felder und gemeinen Figuren in den Feldern 1 und 4 - Rot auf Silber (Weiß). Sonne und Erläuterungen zum Wappen der Stadt Bitterfeld-Wolfen Getreideähren sind in Gold (Gelb) dargestellt - die Felder 2 und 3 in Blau. Blau und Gold (Gelb) erinnern auch an die "Landsberger Pfähle", dem ursprünglichen Wappen der Wettiner und Markgrafen von Meißen.
Wappenentwurf mit Elementen der alten Wappen

Die Wappen der 5 fusionierten Kommunen beinhalten insgesamt 15 verschiedene Wappenbilder bzw. gemeinen Figuren. Ein Vereinigungswappen war quantitativ ausgeschlossen. Die Seeblätter waren das Wappenschild der Grafen von Brehna. Die Stadt Bitterfeld kam im 13. Jahrhundert in den Besitz der Grafen von Brehna. Das älteste Siegel aus dem 14. Jh. beinhaltet bereits diese markanten gemeinen Figuren. Die Grafenlinie endete zwar schon Ende des 13. Jh., deren Wappen aber wurde in das große kursächsische Wappen aufgenommen. Die "Seeblätter" sind somit ein heraldisch-historisches Herausstellungsmerkmal für die Region Bitterfeld-Wolfen. Das sogenannte "Seeblatt" ist eine heraldische Figur in Form eines herzförmigen Blattes, dessen Mitte von oben her kleeblattförmig ausgeschnitten ist. Es geht in seiner ursprünglichen Gestalt auf das dem Lindenblatt ähnlichen Blatt der Wasserlilie zurück.